Model Comp Card: was sie ist, Formate & kostenlose Vorlagen
Was eine Comp Card ist, welche Formate Agenturen erwarten — und wie du deine kostenlos mit unserem Tool erstellst.
Was ist eine Model Comp Card?
Eine Comp Card — auch Zed Card oder Sed Card genannt — ist die Visitenkarte der Modewelt. Es handelt sich um eine gedruckte oder digitale Karte, die deine besten Fotos zusammen mit deinen wichtigsten Maßen und Kontaktdaten zeigt. Casting Directors, Kunden und Agenturen nutzen Comp Cards, um schnell einschätzen zu können, ob ein Model für einen bestimmten Job in Frage kommt.
Stell dir die Comp Card als Lebenslauf und Headshot in einem vor — kompakt und übersichtlich. Jedes arbeitende Model braucht eine. Oft ist sie das Erste, was ein Kunde sieht, bevor er dich zum Casting einlädt.
Standard-Formate für Comp Cards
Die Branche hat sich auf wenige Standardformate geeinigt. Die richtigen Maße sind wichtig, weil Casting Directors ein einheitliches Format erwarten — alles, was davon abweicht, wirkt schnell unprofessionell.
- 5,5" x 8,5" (Half Letter): Das häufigste Format in Nordamerika. Einfach zu drucken, einfach abzulegen, passt ordentlich in Standard-Casting-Ordner.
- A5 (148 mm x 210 mm): Der Standard in Europa und weiten Teilen des internationalen Markts. In der Handhabung fast identisch mit dem Half-Letter-Format.
- 6" x 9": Von manchen Agenturen genutzt, besonders für Models mit umfangreichem Portfolio, die etwas mehr Platz für Bilder wollen.
Die meisten Agenturen geben dir genau an, welches Format sie bevorzugen. Wenn du unsicher bist: 5,5" x 8,5" ist die sicherste Wahl.
Was auf deine Comp Card gehört
Eine gut gestaltete Comp Card ist klar und übersichtlich. Jedes Element hat seinen Zweck.
Vorderseite
- Ein starkes Hauptbild. Das sollte dein bestes Foto sein — das, bei dem man automatisch stehen bleibt. Üblicherweise ein Headshot oder eine Dreiviertelaufnahme vor einem klaren Hintergrund.
- Dein Name. Gut sichtbar, in der Regel oben oder unten auf dem Bild.
Rückseite
- Drei bis vier weitere Fotos. Diese sollen deine Bandbreite zeigen. Kombiniere verschiedene Looks — einen Beauty Shot, eine Ganzkörperaufnahme, ein Lifestyle- oder Editorial-Bild und etwas, das deine Persönlichkeit zeigt.
- Deine Maße. Die wichtigsten Angaben klar und übersichtlich:
- Größe
- Oberweite/Brustumfang
- Taille
- Hüfte
- Schuhgröße
- Kleider-/Anzuggröße
- Haarfarbe
- Augenfarbe
- Kontaktdaten. Name deiner Agentur, Telefonnummer und Website. Wenn du als Freelancer arbeitest, ergänze deine professionelle E-Mail-Adresse und deinen Social-Media-Handle.
Was nicht auf die Comp Card gehört
- Mehrere Schriftarten oder dekorative Rahmen
- Mehr als fünf Fotos insgesamt
- Veraltete Bilder (aktualisiere deine Comp Card mindestens einmal pro Jahr)
- Persönliche Kontaktdaten, wenn du von einer Agentur vertreten wirst — alle Anfragen sollen über sie laufen
Tipps für die Bildauswahl
Die Fotos auf deiner Comp Card können über Booking-Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Das ist es, worauf Casting Directors wirklich achten.
- Starte mit deinem stärksten Bild. Das Frontfoto sollte aktuell, hochwertig und sofort ansprechend sein. Natürliches Licht und ein entspannter Ausdruck funktionieren meistens am besten.
- Zeige Vielseitigkeit auf der Rückseite. Wenn dein Frontbild Editorial ist, kommt auf die Rückseite ein Commercial-Lächeln. Wenn dein Hauptbild ein Beauty-Nahbild ist, ergänze es mit einer Ganzkörperaufnahme, die deine Proportionen zeigt.
- Retusche minimal halten. Leichte Hautretusche ist in Ordnung — aber verändere nie deine Proportionen oder Gesichtszüge. Kunden werden dich persönlich treffen, und deine Comp Card muss so aussehen wie du.
- Professionelle Fotos verwenden. Anders als bei Digitals sollten Comp-Card-Bilder aus professionellen Shootings stammen. Test Shoots, Editorial-Arbeit oder Kampagnenfotos eignen sich hervorragend.
- Unruhige Hintergründe vermeiden. Der Fokus liegt auf dir, nicht auf der Umgebung. Einfache Kulissen, Studioaufnahmen und ruhige Hintergründe funktionieren am besten.
So erstellst du deine Comp Card
Du hast mehrere Möglichkeiten — je nach Budget und Können.
Option 1: Über deine Agentur
Die meisten Agenturen erstellen die Comp Card für ihre Models als Teil des Onboarding-Prozesses. Sie kümmern sich um Design, Druck und Verteilung. Das ist der einfachste Weg und stellt sicher, dass die Karte den Branchenstandards entspricht.
Option 2: Professionelles Design
Wenn du als Freelancer arbeitest oder mehr Kontrolle möchtest, engagiere einen Grafikdesigner mit Erfahrung in Model Comp Cards. Rechne mit 45–140 € für ein individuelles Design. Stelle deine Fotos als hochauflösende Dateien bereit (mindestens 300 DPI für den Druck).
Option 3: Vorlage nutzen
Fertige Comp-Card-Vorlagen gibt es auf Design-Plattformen und spezialisierten Modeling-Tools. Eine gute Vorlage bietet dir ein professionelles Layout, das du mit deinen eigenen Fotos und Daten anpassen kannst. Achte auf das Standardformat 5,5" x 8,5" und auf Beschnittmarken für den Druck.
Option 4: Kostenlos online erstellen
Es gibt mehrere Online-Tools, mit denen du eine Comp Card von Grund auf erstellen kannst — ganz ohne Designkenntnisse. Fotos hochladen, Maße eintragen, Layout wählen, druckfertiges PDF exportieren. The Model Guide bietet einen kostenlosen Comp-Card-Builder an, der genau dafür entwickelt wurde.
Comp Card drucken
Beim Druck physischer Comp Cards kommt es auf folgende Details an:
- Papier: Verwende schweren Karton, üblicherweise 14pt oder 16pt. Mattes oder satiniertes Finish wirkt professioneller als Hochglanz.
- Stückzahl: Starte mit 50–100 Karten. Du wirst sie bei Castings verteilen, bei Kunden hinterlassen und bei Branchen-Events einsetzen.
- Druckqualität: Nutze einen professionellen Druckdienstleister statt deines Heimdruckers. Der Qualitätsunterschied ist sofort erkennbar.
- Immer welche dabei haben. Trag mindestens fünf Comp Cards bei dir. Du weißt nie, wann sich eine Gelegenheit ergibt.
Wann du deine Comp Card aktualisieren solltest
Deine Comp Card sollte mit deiner Karriere mithalten. Aktualisiere sie, wenn eines der folgenden Dinge passiert:
- Deine Maße ändern sich merklich
- Du bekommst einen neuen Haarschnitt oder eine andere Haarfarbe
- Du bookst Jobs, die bessere Bilder liefern als die, die aktuell auf der Karte sind
- Es sind mehr als 12 Monate seit der letzten Aktualisierung vergangen
- Du wechselst die Agentur
Eine Comp Card ist ein aktives Arbeitsmittel, kein Erinnerungsstück. Halte sie aktuell, halte sie übersichtlich — und sorge dafür, dass sie die beste Version deines professionellen Ichs zeigt.
Bereit, deine Card zusammenzustellen? Erstelle deine kostenlose Comp-Card auf The Model Guide und leg noch heute los. Neu im Modeln? Lies zuerst unseren vollständigen Leitfaden zum Modeln.